Ein Ping zwingt dich zur Wahl: jetzt reagieren, später planen, oder ignorieren. Jede Option kostet Willenskraft. Stell dir vor, du schreibst eine wichtige Analyse, und der Chat ruft deinen Namen. Stoische Übung: hör das Signal, erkenne die Bewertung, entscheide nach deinem Ziel statt nach Impuls, und dokumentiere die Wahl kurz im Notizfeld.
Nach jeder Unterbrechung bleibt gedanklicher Rest zurück, der Fokus verengt und Fehler fördert. Forschende nennen es „Attention Residue“. Im Homeoffice fällt das kaum auf, bis Erschöpfung kommt. Praktiziere bewusstes Schließen: markiere die Stelle im Text, atme drei Zyklen, benenne laut die nächste Handlung, und wechsle erst dann die Anwendung. Du spürst kontrollierte Übergänge.
Benachrichtigungen versprechen kleine Belohnungen, doch selten liefern sie Prioritäten. Stoische Distanz heißt nicht Kälte, sondern Freiwilligkeit: Ich entscheide, wann ich öffne. Trainiere das mit festen Abrufzeiten, stummen Symbolen und einer Liste der wertvollsten Arbeiten des Tages. Wenn das Verlangen steigt, lies einen Satz aus deinem Leitbild und verschiebe die Entscheidung um zwei Minuten.






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